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Zum 100. Geburtstag von Konrad Zuse, dem Erfinder des Computers
Prof. Dr. Horst Zuse an der TU Dortmund
An der TU Dortmund fand am Freitag, den 05.11.2010, mit einer Rekordbeteiligung der 5. Dortmunder-Alumni-Tag (DAT 2010) der Informatik statt. Weit mehr als 200 ehemalige Absolventen, Mitarbeiter und Studenten der Fakultät für Informatik aus ganz Deutschland folgten den überaus interessanten Vorträgen.
Höhepunkt des Alumni-Tages war das Gastreferat von Prof. Dr. Horst Zuse, der über die Erfindung seines Vaters, Konrad Zuse, berichtete, der den weltweit ersten funktionsfähigen Digitalrechner, baute und mit „Plankalkül“ die erste höhere Programmiersprache erfand.
Computer haben die Welt verändert wie kaum eine andere Erfindung seit der Buchdruckerkunst. Aber nur die Wenigsten wissen, dass diese Erfindung aus Deutschland stammt.
Horst Zuse machte mit zahlreichen privaten Bildern aus der Frühzeit des Computers und persönlichen Geschichten deutlich, unter welch abenteuerlichen Umständen sein Vater vor und nach dem 2. Weltkrieg arbeiten musste. So wurde nach der Flucht aus dem zerbombten Berlin der erste funktionsfähige Computer in einer baufälligen Scheune unter Stroh versteckt, um ihn vor dem Zugriff der Alliierten zu retten. Im Vergleich dazu sind die amerikanischen Garagenunternehmen wie Apple geradezu luxuriös. Die erste Bestellung kam übrigens von der berühmten ETH Zürich.
Prof. Dr. Volker Claus von der Universität Stuttgart, Gründungsdekan der Dortmunder Informatik, zeigte die aktuellen Einflüsse von Politik, Wirtschaft, Gymnasien und Presse auf das Informatik-Studium auf. Die Ausbildung an Universitäten wird derart verändern, dass eine „Inkompetenz-Vertuschungskompetenz“ die Fähigkeit ersetzen wird, forschungsorientierte Inhalte zu verstehen und selbstständig eigene Forschung zu betreibe.
Der Vortrag von Prof. Dr. Ramin Yahyapour von der TU Dortmund schlug den Bogen von den Erfindungen Konrad Zuses zu zu dem aktuellen Thema „Cloud Computing – IT in den Wolken“.
Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Preises für das beste Praxisprojekt einer studentischen Projektgruppe. Gewinner in der Gunst des Publikums wurde gegen vier Konkurrenten die Projektgruppe „ Cool-IP“, die durch schnelle Bilderkennung die Entdeckung von Viren erheblich beschleunigen soll.
Dortmunder-Alumni-Tag hat sich etabliert
Seit Gründung des Fachbereichs Informatik an der Universität Dortmund im Jahr 1972 haben mehr als 4.500 Absolventen den Weg ins Berufsleben gefunden. Grund genug, im Jahr 2005 den Verein „Alumni der Informatik Dortmund e.V.“ ins Leben zu rufen.
Der Dortmunder-Alumni-Tag fand am Freitag, den 05.11.2010, vor einem Rekord-Publikum zum fünften Mal an der TU Dortmund statt. Nach dem stetig steigenden Zuspruch von Seiten der Ehemaligen erwarten der neue Alumni-Vorsitzende Oliver Stoll und seine Vorstandskollegen als Veranstalter auch in Zukunft weiter zunehmende Zahlen ehemaliger Absolventen, die heute allesamt erfolgreiche Informatiker, Unternehmer oder Forscher sind.
Kurzprofil
Alumni der Informatik Dortmund e.V.
Die Alumni der Informatik Dortmund e.V. wollen den Ehemaligen der Dortmunder Informatik dabei helfen, in Kontakt zu bleiben, Kooperationen zwischen Ehemaligen zu erleichtern und insgesamt ein Netzwerk zwischen den Ehemaligen sowie zwischen Ehemaligen und dem Fachbereich Informatik zu schaffen und zu fördern. Bei mittlerweile mehr als 4.500 Ehemaligen bieten sich dabei enorme Chancen.
Als Alumni bezeichnet man in den USA und heute auch zunehmend im deutschen Sprachraum Menschen, welche einen Teil ihres Lebens bei einem Unternehmen oder einer Hochschule verbracht haben. Absolventen ebenso wie aktive und ehemalige Mitarbeiter gehören zur Zielgruppe. Alumni-Organisationen sind an US-Hochschulbereich eines der wichtigsten Kontakt- und Karrierenetzwerke.
Mehr Informationen unter www.alumni-informatik-dortmund.de.
Weitere Informationen: Oliver Stoll
Vorsitzender
Telefon +49 171 4659171
EMail roland@bracht.net
Hans Decker
Schriftführer
Telefon +49 231 755-2208
Email hans.decker@udo.edu